Neue Produktpalette
In Zürich hat Samsung seine neuen Foldables direkt am See vorgestellt.
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Darum geht’s
- Samsung hat die achte Foldable-Generation vorgestellt, angeführt vom Galaxy Z Fold8 im neuen, breiteren Passformat und dem Z Fold8 Ultra mit fast unsichtbarer Display-Falz.
- Dazu kommen zwei neue Uhren: die Galaxy Watch9 mit schnellerem Chip und die robuste Watch Ultra2, die bis zu 60 Stunden durchhält.
- Die Preise starten bei 1’149 Franken fürs Flip8 und 349 Franken für die Watch9. Vorbestellungen laufen ab sofort.
Unter dem Motto «A New Shape Unfolds» hat Samsung am Mittwochmittag seine bislang breiteste Foldable-Palette präsentiert. Statt eines einzigen Fold-Modells gibt es neu zwei und eines davon bricht mit allem, was man von faltbaren Samsung-Handys bisher kannte. Rund zwei Monate bevor Apple wohl sein erstes Falt-iPhone präsentiert, legt Samsung damit schon mal vor und die Latte hoch. Die neuen Produkte, die ab sofort vorbestellbar und ab dem 7. August erhältlich sind, im Überblick.
Die neuen Falthandys von Samsung kosten alle über 1000 Franken.
Samsung
Galaxy Z Fold8: Das Fold im Passformat
Die grösste Überraschung ist keine mehr, aber sie bleibt die wichtigste Neuerung. Das Galaxy Z Fold8 kommt in einer komplett neuen Form. Zugeklappt erinnert es an einen Reisepass, kürzer und deutlich breiter als bisherige Fold-Modelle, mit einem Aussendisplay in den Proportionen eines gewöhnlichen Smartphones. Damit räumt Samsung mit der häufigsten Kritik an der Reihe auf, dass sich die Geräte zugeklappt anfühlten wie eine zu schmal geratene Fernbedienung.
Aufgeklappt entsteht ein fast quadratischer Bildschirm im Tablet-Format, den Samsung gezielt für Filme, Games und fürs Lesen von Artikeln und E-Books ausgelegt hat. Mit 201 Gramm ist es zudem das leichteste Fold, das Samsung je gebaut hat. Es wiegt damit kaum mehr als ein gewöhnliches Grossformat-Smartphone. Fotografiert wird mit zwei 50-Megapixel-Kameras für Weitwinkel- und Ultraweitwinkelaufnahmen.
In der Schweiz startet das Z Fold8 bei 1’729 Franken, die Topversion mit einem Terabyte Speicher kostet 2’179 Franken.
Galaxy Z Fold8 Ultra: Das vertraute Format
Wer sich an die bisherige, schlanke Fold-Silhouette gewöhnt hat, greift zum Galaxy Z Fold8 Ultra. Es führt die Linie des Z Fold7 fort und richtet sich an alle, die das Maximum wollen. Dazu gehören ein 8-Zoll-Bildschirm im Innern, Samsungs schnellster Chip und eine Dreifachkamera. Diese wird von der 200-Megapixel-Hauptlinse aus der Ultra-Klasse angeführt und mit einem Teleobjektiv mit dreifachem optischem Zoom ergänzt. Aufgeklappt misst das Gerät gerade noch 4,1 Millimeter. Das ist dünner als die meisten Kugelschreiber.
Am berüchtigten Falz in der Bildschirmmitte hat Samsung ebenfalls geschraubt. Eine neue Displaykonstruktion mit Titanverstärkung soll die sichtbare Knickstelle deutlich reduzieren und das Display gleichzeitig widerstandsfähiger machen. Ganz verschwunden ist die Falz damit nicht, aber so unauffällig war sie bei einem Galaxy Fold noch nie.
Das Ultra beginnt bei 1’899 Franken und reicht bis 2’349 Franken für die Ausführung mit einem Terabyte Speicher.
Galaxy Z Flip8: Das schlanke
Das Galaxy Z Flip8 bleibt seiner kompakten Klappform treu, ist mit 180 Gramm aber das leichteste und dünnste Flip bisher. Die eigentliche Neuerung steckt im Aussendisplay. Das sogenannte FlexWindow wird zur KI-Zentrale, die Termine, Hinweise und Kurzbefehle anzeigt, ohne dass man das Handy aufklappen muss. Auch Googles Assistent Gemini lässt sich direkt vom geschlossenen Gerät aus per Taste oder Sprache bedienen.
Fürs Selfie-Publikum gibt es eine 50-Megapixel-Kamera und neue Spielereien wie einen Spiegelmodus auf dem Aussendisplay für den schnellen Look-Check vor dem Ausgehen.
Mit 1’149 Franken bleibt das Flip8 der günstigste Weg in Samsungs faltbare Welt, die grössere Speichervariante kostet 1’299 Franken.
Galaxy Watch9: Alltagsuhr mit neuem Antrieb
Die Galaxy Watch9 sieht ihrer Vorgängerin ähnlich, ist unter der Haube aber eine andere Uhr. Samsung verabschiedet sich von den hauseigenen Prozessoren, die seit Jahren als Bremsklotz der Reihe galten und setzt neu auf einen deutlich flotteren Chip von Qualcomm. Die Uhr kommt in zwei Grössen mit Aluminiumgehäuse und soll mit einer Ladung bis zu 30 Stunden durchhalten.
Inhaltlich rückt Samsung die Gesundheit ins Zentrum. Die Uhr überwacht nachts die Vitalwerte und meldet auffällige Abweichungen, fasst die Herzgesundheit in einem einfachen Punktwert zusammen und gibt Trainingsempfehlungen samt Erholungsbedarf. Neu warnt sie sogar, wenn es der Umgebung dauerhaft zu laut wird, ein Schutz fürs Gehör, den man von einer Smartwatch bisher kaum kannte.
Preislich bleibt die Watch9 die zugänglichste Neuheit: ab 349 Franken für die kleine und 379 Franken für die grosse Ausführung, mit Mobilfunk jeweils 50 Franken mehr.
Den grössten Sprung macht die robuste Galaxy Watch Ultra2. Ihr Akku wächst um gut einen Drittel und hält nun bis zu 60 Stunden durch. Das Titangehäuse ist trotzdem dünner geworden, und das Display leuchtet laut Samsung heller als bei jeder anderen Smartwatch auf dem Markt, was vor allem im grellen Sonnenlicht am Berg oder auf dem See zählt.
Die spektakulärste Neuerung richtet sich aber an Taucher, da die Ultra mit einem vollwertigen Tauchcomputer zertifiziert ist. Zusammen mit Mares hat Samsung eine App entwickelt, die Tiefe, Wassertemperatur und sichere Tauchzeiten direkt am Handgelenk anzeigt. Für Ausdauersportler gibt es zudem einen Trail-Run-Modus und eine Trinkerinnerung, die den Flüssigkeitsverlust anhand des Schweissverlusts abschätzt.
Zu haben ist die Ultra2 für 649 Franken. Mobilfunk ist hier immer mit an Bord.
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