Das Leichtathletik-Programm vom Dienstag
Abendsession am Dienstag, 11. August
- 20.05 Uhr: Stabhochsprung Qualifikation (Frauen) – Lea Bachmann, Angelica Moser
- 🥇 20.10 Uhr: Hammerwurf Final (Männer)
- 🥇 20.25 Uhr: 5000 Meter Final (Frauen)
- 🇨🇭 20.55 Uhr: 100 Meter Hürden Halbfinal (Frauen) – Larissa Bertényi, Ditaji Kambundji
- 🥇🇨🇭 21.16 Uhr: Weitsprung Final (Männer) – Simon Ehammer
- 21.32 Uhr: 100 Meter Halbfinal (Männer)
- 🇨🇭22 Uhr: 400 Meter Halbfinal (Männer) – Lionel Spitz
- 🥇 22.30 Uhr: 100 Meter Hürden Final (Frauen)
- 🥇 22.47 Uhr: 100 Meter Final (Männer)
Enttäuschung für Bonvin über 400 m Hürden
Über 400 m Hürden steht mit Dany Brand ein Schweizer in den Halbfinals vom Mittwochmorgen. Der 30-jährige Zürcher läuft in 49,07 Sekunden die zweitbeste Zeit seiner Karriere und schafft die Qualifikation als Dritter über die Zeit.
Für Julien Bonvin gibt es eine Enttäuschung. Er ist in seinem Vorlauf lange vorne mit dabei, doch auf der Zielgeraden geht ihm die Puste aus. Mit 50,49 Sekunden schafft er den Halbfinaleinzug nicht.
Bei den Frauen über die 400 m Hürden verpasste auch Lena Wernli den Finaleinzug. Wernli, die ihr Ziel mit der Halbfinalqualifikation bereits erreicht hatte, bleibt ohne Chance auf den Final. Die 25-jährige Zürcherin läuft in 57,17 Sekunden auf den 6. Platz.
Rosamilia, Vancardo und Werro ziehen alle souverän in den 800-m-Halbfinal ein
Audrey Werro wird ihrer Favoritenrolle über 800 m vollauf gerecht. Die 22-jährige Freiburgerin zeigt einen taktisch klugen Vorlauf und kontrolliert das Geschehen von der Spitze weg. Ohne an die Grenzen zu gehen, siegt sie in 1:57,83 Minuten überlegen.
Audrey Werro ist die Favoritin auf EM-Gold über 800 m.
AP
Veronica Vancardo pulverisiert ihre persönliche Bestzeit in 1:58,20 deutlich und ist neu die drittschnellste Schweizerin über die zwei Bahnrunden. Nur Werro und Selina Büchel liefen die 800 m noch schneller. Vancardo, die in ihrem Lauf Vierte wird, qualifiziert sich über die Zeit für die Halbfinals vom Donnerstag.
Mit Valentina Rosamilia übersteht auch die dritte Schweizerin die Vorläufe. Die 23-jährige Aargauerin belegt in ihrem Lauf in 1:59,09 den 2. Platz.
Mumenthaler übersteht 100-m-Vorlauf
Timothé Mumenthaler hat den Vorlauf über 100 m souverän gemeistert. Der 23-jährige Schweizer wurde in 10,44 Sekunden Zweiter seines Heats. Nach einem guten Start hatte der Genfer das Rennen unter Kontrolle und musste nicht ans Limit gehen. Nur der Belgier Emiel Botterman war schneller.
Im Halbfinal am Dienstagabend um 21.30 Uhr dürfte eine Steigerung nötig sein. Mumenthaler lief zwar die viertschnellste Zeit aller Vorläufe, profitierte aber auch vom geringsten Gegenwind. Seine Saisonbestzeit liegt bei 10,19 Sekunden.
Hürdenläufer Küchler verpasst Halbfinal knapp
Fabio Küchler zeigt über 110 m Hürden bei einem Gegenwind von 0,9 m/s nach verhaltenem Start ein gutes Rennen. Als Dritter bleibt er in einer Zeit von 14,00 Sekunden zwar deutlich über seiner persönlichen Bestzeit (13,63). Der 22-jährige Innerschweizer verpasst die Halbfinals der besten zwölf als Gesamt-13. aber nur knapp.
Di Tizio-Frey: «Es tut weh»
«Um eine Hundertstel die Medaille verpassen, tut mega weh. Ich habe mich schon über Bronze gefreut (weil die Anzeigetafel Rang 3 anzeigte, d.Red.). Ich muss das erstmals verdauen, aber bin auch mega happy, dass ich es in den Final geschafft habe.»
Di Tizio-Frey eine Hundertstel hinter der Medaille
Géraldine Di Tizio-Frey ist er Dritte – zeigt die Anzeigetafel in der Arena in Birmingham. Doch wenige Sekunden später wird das korrigiert. Die Schweizerin wird Vierte.
Sie verpasst an der EM die Medaille über 100 Meter um einen Hundertstel. Eine leise Enttäuschung für Europas Saisonschnellste, die im Halbfinal noch überzeugte.
Nach einem gewohnt starken Start hält die 29-Jährige die Konkurrentinnen nicht wie gewünscht auf Distanz. Die Britin Amy Hunt (11,00), die Polin Ewa Swoboda (11,02) und die Belgierin Delphine Nkansa (11,06) ziehen noch vorbei. Im 100-Meter-Final vertritt auch Salomé Kora als Achte die Schweizer Farben.
Lobalu: «Das nächste Mal bleibe ich auch hinten»
Lobalus mutiger 5000-Meter-Auftritt wird nicht mit Edelmetall belohnt. Beim Interview bei «SRF» spricht der Schweizer von einem Fehler, bereits nach sieben Runde angegriffen zu haben, während der frischgebackene Europameister Jakob Ingebrigtsen im hinteren Teil des Feldes lief. Das Fazit Lobalus fällt mit einem Lachen aus: «Das nächste Mal bleibe ich auch hinten.»
2024 hatte der St. Galler Langstreckenläufer in Rom ein Schweizer Sportmärchen geschrieben: Für seine neue Heimat gewann er Bronze über 5000 Meter und kürte sich nur wenige Tage später als erster Schweizer überhaupt zum Europameister über 10’000 Meter. Seither wurde Lobalu immer wieder von kleineren Blessuren zurückgebunden.
Im 10’000-Meter-Lauf erhält Lobalu eine zweite Chance. Er scheint fit zu sein, aber die Top-Form des Jahres 2024 strahlt er nicht aus.
Lobalu verpasst Medaille knapp
Das Rennen über 5000 Meter ist durch – und Gold geht sensationell an Rückkehrer Jakob Ingebrigtsen! Der Norweger hält sich zu Beginn noch in der hinteren Hälfte des Feldes auf, während Dominic Lobalu an vierter Stelle lauert. Nach zwei Kilometern übernimmt der Schweizer dann die Spitze und verschärft das Tempo.
Auch Ingebrigtsen arbeitet sich immer weiter nach vorne. Lobalu führt nach 9 Minuten Laufzeit nach wie vor und ist 1000 Meter vor Schluss absolut auf Medaillen-Kurs. In der letzten Runde verschärfen die Männer das Tempo nochmals extrem. Lobalu liegt zunächst auf Rang 4, muss auf den letzten 400 Metern aber abreissen lassen und kann mit dem ultrahohen Tempo nicht mehr ganz mithalten. Ganz vorne setzt sich Ingebrigtsen durch und krönt sein Comeback mit Gold. Lobalu läuft auf Rang 7.
Zwei Schweizerinnen im 100-Meter-Final – Larissa Bertényi im Halbfinal
Mit Salome Kora und Géraldine Di Tizio-Frey erreichen zwei Schweizerinnen den Final über 100 Meter. Kora sichert ihr Final-Ticket mit einer Zeit von 11,12 Sekunden. Sie kam schwach aus den Startlöchern, ehe sie auf den letzten Metern noch aufdrehte. Di Tizio-Frey ersprintet sich mit 11,02 Sekunden das Final-Ticket.
Über 100 Meter Hürden sprintet Bertény in die Halbfinals. Die Ostschweizerin läuft ihre Distanz in 13,01 Sekunden.
Ehammer im Final – zwei weitere Schweizerinnen in 100-m-Halbfinals
Simon Ehammer steht im Weitsprung-Final vom Dienstagabend. Der Appenzeller landet in der Qualifikation bei 8,10 m. Bei stark wechselnden Winden traf Ehammer bei seinem ersten Versuch den Balken perfekt. Damit blieb ihm das Zittern erspart. Denn die folgenden zwei Versuche übertrat er.
Im Fall des Schweizers interessierte primär die Frage, ob er seine vor einem Monat erlittene Zerrung im hinteren Oberschenkel vollständig auskurieren konnte. Von aussen macht es den Anschein, dass dies der Fall ist. Ehammer schonte sich nicht, nahm dreimal Anlauf, von einem Handicap war nichts zu sehen. Beim Italiener Mattia Furlani hingegen sieht es nicht gut aus. Der Weltmeister und Olympia-Dritte, der diese Saison stets mit Verletzungen zu kämpfen hatte, brach die Qualifikation ab.
Im Kampf um die Medaillen wird Ehammer gleichwohl einen Exploit benötigen. Als Favorit gilt der Titelverteidiger Miltiadis Tentoglou aus Griechenland. Auch ein paar weitere Athleten haben Weiten von über 8,30 m in den Beinen.
Miryam Mazenauer im Kugelstossen blieb mit 16,55 m rund einen Meter unter ihrer Bestleistung und verpasste den Final der Top 12 vom Montagabend deutlich. 17,62 m wären erforderlich gewesen. Die 800-m-Läufer Ivan Pelizza (1:49,24) und Roman Wipfli (1:46,52) schieden in den Vorläufen aus.
Salomé Kora und Nathacha Kouni stehen am Montagabend in den Halbfinals über 100 m. Die Zeiten von 11,19 (RW 1,8 m/s) und 11,31 (Windstille) reichten. Die Top 12 der Saisonbestenliste, unter ihren Géraldine Di Tizio-Frey, greifen als Gesetzte erst ab den Halbfinals ins Geschehen ein.
Simon Ehammer zeigte einen starken ersten Sprung.
KEYSTONE
Am ersten Tag bei der Leichtathletik-EM in Birmingham stehen fünf Entscheidungen an. Und die Chancen stehen nicht schlecht, dass es die erste Schweizer Medaille gibt. Dominic Lobalu gewann an der EM 2024 in Rom über 5000 m Bronze. Ein Podestplatz ist ihm auch in diesem Jahr zuzutrauen. Das Rennen beginnt um 20.40 Uhr.
Mit Simon Ehammer steht am Montag ein weiterer Schweizer Medaillenkandidat im Einsatz. Allerdings nur in der Qualifikation, die um 11.30 Uhr beginnt.
Morgensession am Montag, 10. August
- 10.35 Uhr: Kugelstossen Qualifikation A+B (Frauen)
- 10.40 Uhr: Hammerwerfen Qualifikation A (Männer)
- 10.45 Uhr: 800 Meter 1. Runde (Männer)
- 11.25 Uhr: 100 Meter 1. Runde (Frauen)
- 11.30 Uhr: Weitsprung Qualifikation A+B (Männer)
- 11.55 Uhr: 400 Meter 1. Runde (Männer)
- 12.20 Uhr: Hammerwerfen Qualifikation B (Männer)
- 12.35 Uhr: 400 Meter Hürden 1. Runde (Frauen)
- 12.40 Uhr: Kugelstossen Qualifikation A+B (Männer)
Abendsession am Montag, 10. August
- 🏅19.03 Uhr: Kugelstossen Final (Frauen)
- 19.10 Uhr: Hammerwerfen Qualifikation A (Frauen)
- 19.35 Uhr: 100 Meter Hürden 1. Runde (Frauen)
- 19.55 Uhr: Dreisprung, Qualifikation A+B (Frauen)
- 20.10 Uhr: 100 Meter Halbfinal (Frauen)
- 🏅20.33 Uhr: Kugelstossen Final (Männer)
- 20.38 Uhr: Hammerwerfen Qualifikation B (Frauen)
- 21 Uhr: 3000 Meter Hindernis 1. Runde (Frauen)
- 🏅21.40 Uhr: 5000 Meter Final (Männer)
- 🏅21.40 Uhr: 4×400 Meter Staffel Final (Mixed)
- 🏅21.50 Uhr: 100 Meter Final (Frauen)
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