Entlassungs-Barometer – wo ist die Gefahr am höchsten?
🚨 Geniesst volle Rückendeckung
🚨🚨 Sitzt relativ sicher im Sattel
🚨🚨🚨 Bei schwachem Start steigt der Druck
🚨🚨🚨🚨 Resultate müssen sofort her, sonst wird’s ungemütlich
🚨🚨🚨🚨🚨 Alarmstufe Rot!
FC Thun (1.)
Gian-Luca Privitelli
🚨🚨 Vorgänger Mauro Lustrinelli führte die Berner Oberländer sensationell zum Meistertitel. Nach dem historischen Coup verliessen mehrere Leistungsträger den Klub – inklusive dem Tessiner Trainer selbst. Nun steht Gian-Luca Privitelli vor der schwierigen Aufgabe, das Team zu führen. Die Vereinsspitze um Präsident Andres Gerber setzt viel Vertrauen in Privitelli und stattete den 48-Jährigen gleich mit einem Dreijahresvertrag aus. Im Jugendbereich hat er gezeigt, was in ihm steckt – ob der frühere U20-Nationalcoach auch auf Super-League-Stufe reüssieren kann, bleibt aber offen.
- Cheftrainer seit: 1. Juli 2026
- Vertrag bis: 30. Juni 2029
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FC St. Gallen (2.)
Enrico Maassen
🚨 In seiner ersten Saison verpasste Enrico Maassen mit den Ostschweizern noch die Top 6, dennoch hielt Klubboss Matthias Hüppi am Deutschen fest. Die Treue zahlte sich aus: Der 42-Jährige holte mit seinem Team den Cup und wurde Vizemeister. Das Gesicht der Mannschaft hat sich nicht gross verändert. Mit seinen Erfolgen weckt Maassen sicher Begehrlichkeiten – speziell ein Posten in der Bundesliga wäre natürlich verlockend für ihn.
FC Lugano (3.)
Mattia Croci-Torti
🚨🚨 Auf dem Papier sitzt der 44-Jährige sicher im Sattel. Seit fast fünf Jahren steht Croci-Tori bei den Bianconeri an der Seitenlinie – und ist damit der dienstälteste Trainer der Liga. Auch als kurzzeitig Resultate ausblieben, hielt die Klubführung stets zu ihm. Mit dem Umzug ins neue Stadion will man endlich auch in der Liga den Meistertitel holen – der Leistungsdruck ist also da. Bisher hat Croci-Torti stets liefern können. Nun sind die Erwartungen nochmals gestiegen. Zudem ist es im Verein mit vielen – positiv ausgedrückt – meinungsstarken Spielern weniger harmonisch als anderswo. Falls die Zündschnur tatsächlich mal Feuer fangen sollte, könnte das Pulverfass Lugano in die Luft fliegen. Mit Erfolgstrainer Croci-Torti mittendrin.
- Cheftrainer seit: 1. September 2021
- Vertrag bis: 30. Juni 2028
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🚨🚨 Nur Croci-Torti ist in der Super League länger im Amt. Das muss man als Trainer im Wallis erst einmal schaffen. Sion-Boss Christian Constantin, der früher seine Angestellten erbarmungslos austauschte, ist ein grosser Anhänger des Franzosen. Er und Sohnemann Barth (Sportchef) haben den Vertrag bis 2029 verlängert. Auch im Team geniesst der 62-Jährige hohes Ansehen. Eine längere Baisse sollte sich Tholot unter CC dennoch nicht erlauben.
- Im Klub seit: 1. Juli 2023
- Vertrag bis: 30. Juni 2029
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🚨🚨🚨🚨 Vier Pleiten in den ersten fünf Spielen – der Start war mit dem Aus im Cup und in der Europa League brutal. Mit dem 5. Platz in der Liga hat der FCB am Ende die Titelverteidigung klar verpasst. Bisher hat der Trainer-Novize noch keinen Nachweis erbringen können, für höhere Aufgaben bereit zu sein. Auch seine Aussendarstellung war nicht immer glücklich. Star-Spieler Xherdan Shaqiri hat gar öffentlich erläutert, dass sein Vorgesetzter gewisse Dinge noch lernen müsse. Die Zeit, in der Lichtsteiner von Klubboss David Degen Welpenschutz genoss, dürfte nun abgelaufen sein – trotz Vertrag bis 2029. Fazit: Der langjährige Nati-Captain muss schnellstmöglich Resultate liefern, sonst wird’s am Rheinknie für ihn schnell ungemütlich.
- Cheftrainer seit: 26. Januar 2026
- Vertrag bis: 30. Juni 2029
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Young Boys (6.)
Gerardo Seoane
🚨🚨 Auch Erfolgstrainer Gerardo Seoane schaffte es im letzten Herbst nicht, in Bern die Trendwende einzuleiten. Nur Platz 6 für den früheren Seriensieger. Die Defensive war dabei oft ein Hühnerhaufen. Jetzt hat der 47-Jährige mit seinem Team die volle Vorbereitung bestreiten können. Zudem hat man auch das Kader verstärkt. Die Zeit der Ausreden ist also vorbei. YB-Mitbesitzer Christoph Spycher hat Seoane bedingungslos unterstützt. Der frühere Bundesliga-Trainer muss jetzt das Vertrauen zurückzahlen, denn in Bern sehnt man sich nach Erfolgen vergangener Tage zurück.
- Cheftrainer seit: 1. Oktober 2025
- Vertrag bis: 30. Juni 2028
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FC Luzern (7.)
Jörg «Udo» Portmann
🚨🚨 Der FC Luzern zaubert einen neuen und überraschenden Namen aus dem Hut: Der bisherige U17-Trainer Jörg «Udo» Portmann wurde als Nachfolger von Mario Frick auserkoren, der in der Innerschweiz gute Arbeit leistete. Dass sich Sportchef Remo Meyer für die Beförderung des Nachwuchstrainers entschied, ist ein grosser Vertrauensvorschuss. Schliesslich ist es das erste Engagement im Profifussball für den 49-jährigen Luzerner. Meyer hat bewiesen, dass er Zeit und Geduld aufbringt. Der Dreijahresvertrag für Portmann unterstreicht das Projekt ebenfalls. Nichtsdestotrotz ist der Job mit Super-League-Spielern herausfordernd – selbst für einen langjährigen Lehrer.
Servette (8.)
Jocelyn Gourvennec
🚨🚨🚨 Die Ziele in Genf sind (zu) gross. So musste Thomas Häberli letzte Saison bereits nach zwei Ligaspielen den Hut nehmen. Seither ist Gourvennec an Bord. Doch auch mit dem Franzosen verpasste man die Meisterrunde klar. Immerhin zeigte der Trend in der zweiten Saisonhälfte nach oben. Der 54-jährige Bretone muss jetzt nachlegen, obwohl die Mannschaft auf dem Papier nicht stärker wurde.
- Cheftrainer seit: 11. August 2025
- Vertrag bis: 30. Juni 2027
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🚨🚨🚨🚨 Der 43-jährige Slowene hat in seiner Trainer-Karriere schon einiges erlebt. Bereits mit 31 Jahren übernahm er erstmals eine Mannschaft als Trainer – damals, im August 2013, beim slowenischen Klub NK Domzale. Seither trainierte er unter anderem Union Saint-Gilloise und Pafos. In Lausanne ist er Nachfolger von Peter Zeidler, den die Waadtländer im April wegen «als unzureichend bewerteter Ergebnisse in der zweiten Saisonhälfte» entlassen hatten. Elsner sei «der ideale Mann, den Verein dauerhaft unter den Top 6» zu etablieren. Die Ansprüche sind gross, das Kader wurde aber (noch) nicht verstärkt. Zudem kennt Elsner die Liga nicht. Sportchef Stéphane Henchoz ist zudem nicht dafür bekannt, lange tatenlos zuzusehen.
- Cheftrainer seit: 1. Juli 2026
- Vertrag bis: 30. Juni 2028
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🚨🚨🚨 Der FCZ schloss die Saison als Drittletzter ab. Nun strebt der Klub die Top 6 an. Für diese Mission haben sich die Zürcher nach Jung-Trainer Denis Hediger einen erfahrenen Mann geholt: Marcel Koller. Der 65-Jährige hat einen beeindruckenden CV vorzuweisen. An den meisten Orten feierte der besonnene Übungsleiter Erfolge, unter anderem in Basel, mit Al Ahly oder als Nationaltrainer Österreichs. Doch beim FC Zürich ist die Gemengelage schwierig – zuletzt zeigte Präsident Ancillo Canepa nur wenig Geduld mit Trainern. Die Mannschaft ist zudem nicht verstärkt worden. Nun soll Koller mit den Jungen besser abschneiden – keine einfache Aufgabe.
- Cheftrainer seit: 1. Juli 2026
- Vertrag bis: keine Angaben
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Grasshoppers (11.)
Peter Zeidler
🚨🚨🚨🚨 Der Deutsche rettete die angezählten Hoppers vor dem Abstieg in die Challenge League. Mit Alain Sutter ist aber sein grosser Fürsprecher weg, neue Besitzer sind an Bord. Mehrere Leistungsträger haben den Klub verlassen, grosse Verstärkungen fehlen aber noch. Die Vorzeichen stehen in Niederhasli auf Sturm. Ob der 63-Jährige unter diesen Umständen lange an Bord bleibt, ist fraglich.
- Cheftrainer seit: 4. Mai 2026
- Vertrag bis: keine Angaben
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FC Vaduz (Aufsteiger)
Marc Schneider
🚨 Der 46-Jährige hat im Ländle seit seiner Ankunft bereits viel bewegt. Zuerst bewahrte er den Klub vor dem Abstieg, in der letzten Saison liess man dank eines tollen Endspurts das favorisierte Aarau hinter sich und feierte am letzten Spieltag die langersehnte Rückkehr ins Oberhaus. Deshalb startet Schneider mit einem grossen Bonus in die Saison – und wird von der Klubführung um die Gebrüder Burgmeier sicher auch bei einer Niederlagenserie nicht angezählt.
Das sind die neuen Trikots der Super-League-Teams
Basel in Gelb, Vaduz in Grau und das schönste Auswärtstrikot hat womöglich GC.
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